Die Schlacht auf den Schanzen

Unbekannte Karten der schwedischen Potop

In 1656 fand die sogenannte schwedische Sintflut (die schwedische Invasion in Polen) statt. Jedes Jahr im Frühling kann man in Wilkowice in den Beskiden eine Reinszenierung der Schlacht auf den Schanzen erleben. Was damals pasierte:

Das 17. Jahrhundert. Die polnische Armee und die Bergbewohner aus Wilkowice und Mikuszowice wehren sich tapfer gegen die Angriffe der Schweden. Weitere Angriffe der gut bewaffneten schwedischen Armee lassen, jedoch, die Verteidigung auseinander fallen. Die übergebliebene Verteidiger Flüchten in den Wald. Die Schweden rauben und brennen Häuser ab. Sie nehmen aber keinen in Gefangenschaft. Wilkowice und Mikuszowice brennen. Die Schweden erreichen die Stadt Żywiec, aber ziehen sich zurück, weil die Bergbewohner noch nicht aufgegeben haben.

Erleben Sie die Reinszenierung der Schlacht auf den Schanzen

Die Bewohner von Wilkowice organisieren jedes Jahr im Frühling eine Reinszenierung dieses Ereignisses mit Hilfe von Akteuren, Liebhabern lebendiger Geschichte, Soldaten und dem Schützenverein. Allerdings haben nicht nur den Kampf und die Reinszenierung die Aufmerksamkeit des Publikums. Man sieht wie Verwundete vom Schlachtfeld genommen wurden. Unter ihnen waren auch Schweden, die – trotz des Leidens – gute medizinische Versorgung von den Bewohnern von Ober Wilkowice bekamen. Sie wurden rehabilitiert und akzeptiert. Einige Schweden beschlossen sogar den Rest ihres Lebens in Wilkowice zu verbringen. In Anerkennung des edlen Verhaltens der Einwohner von Wilkowice, die die verwundeten Soldaten des Feindes keine Rache gezeigt haben, dankte der Konsul des Königreichs Schweden die Bewohner der Gemeinde.

Solche menschlichen Schicksale hinter großen Geschichten sind eine Inspiration für uns alle.